Frysk

Fanfare

Orkest

Nieuws: Titus Words Will Take Wing DE

26-8-2018

Zitat Titus

Werr die Welt für Gott gewinnen möchtet, soll die Mut haben müssen damit zu streiten
Um die Wahrheit zu sagen, Dachau ist nicht eine Name welchen Klang man gern hören möchte

Titus Brandsma, geboren in Bolsward (1881) war ein Priester, Professor und ein Widerstandskämpfer. Das „Frysk Fanfare Orchester“ (Frisian Symphonic Wind Orchestra) möchte das Ideal was Titus Brandsma anstrebte erzählen mit Hilfe von besondere Kompositionen und Gedichte. Im Mittelpunkt steht dabei seine Überzeugung, welche Titus das Leben gekostet hat. Er ist umgekommen im KZ Dachau. Wir müssen immer wachsam sein und gegen Diskriminierung und Rassismus kämpfen!

Das „Frisian Symphonic Windorchestra“ möchte mit einem Projektchor aus Jever, jungen Musikern, Museen, Pfarrgemeinden und Schülern/-innen (Gedichte) und der Sängerin Richetta Manager aus Wiesmoor zusammenarbeiten. Mittelpunkt ist die Komposition “Then Thy Words Will Take Wing” von dem luxemburgischen Komponisten Marco Pütz. Während diesem besonderen Abend wird mittels Gedichte und Musik von Heinz-Albert Heindrichs, MacBeth, Fauré, ein „Kaddish“ (wichtigsten Gebete im Judentum) nach dieser besonderen Komposition von Marco Pütz aufgebaut. Ein besonderes Stück, welches warnt nicht zu vergessen, mit eine sehr spezielle Besetzung: Fanfare Orchester, Chor, Cello Solo, Celesta, Klavier, Kontrabass, Jiddisches Schlagzeug, ein Stück wovon es nur das Eine gibt! Für die Chorstimme benutzt Marco Pütz Gedichte von Nelly Sachs und Rabindranath Tagore in deutscher Sprache. Marco Pütz hat sich bei seiner Komposition von Zeichnungen des russischen Auschwitzretter Zinovii Tolkatchev inspirieren lassen.

Der Protest von Titus Brandsma gegen Rassenhass und Diskrimination ist eine sehr schöne Verbindung zum Stück von Marco Pütz und der Musik von MacBeth, Heinz-Albert Heindrichs und Fauré. Die Konzerte werden in Bolsward (NL) am 10. November 2018, in die Martinikirche und am 27. Januar 2019 in die St Willehad Kirche, Wilhelmshaven stattfinden. Der Komponist möchte, dass sein Stück nur auf 2 Daten aufgeführt wird – das eine Datum ist die Kristallnacht (Nacht vom 9. auf den 10. November 1938) und das zweite Datum ist die Befreiung von KZ Auschwitz (27 Januar 1945).

Musiker aus Bolsward: Orchesterdirigent Jouke Hoekstra, Chordirigent Erwin de Ruijter und Jantsje Westra, Saxophonlehrerin am Kunstzentrum Atrium und Rhythmik (ehrenamtliche Produktionsleitung). Sie realisierte viele multi-disziplinäre internationale Projekte.

Musiker aus Deutschland: Richetta Manager, Sopran und Chordirigent Stefan Schauer

Junge Musiker welche eine solistische Rolle haben in “Then Thy Words Will Take Wing” mit alle ein anderes Europäisches Vaterland:

Cello: Eleanore, geboren in Deutschland. Ihre Jugend verbrachte sie in Djakarta. Jetzt wohnt sie in den Niederlanden.

Klavier: María Fatela López, Spanien

Celesta und Klavier: Itxaso Etxeberri, Spanien wohnhaft in Emden

Kontrabass: Severiano Paoli, Italien

Komponist: Marco Pütz, Luxemburg

Die katholische Gemeinde St. Willehard in Wilhelmshaven, stehen diesem Projekt sehr positiv gegenüber.

In den Monaten vor dem Projekt wäre es schön die Kinder an dieses Projekt heranzuführen. Es soll ein Bewusstsein bei der Jugend für die soziale Angelegenheit wachsen. Der Plan ist etwas ältere Schüler Gedichte vortragen zu lassen. Die jüngeren Kinder können Bilder malen, die dann an der Mauer der Kirche aufgehängt werden können.

Neben dem Stück von Pütz stehen Kompositionen von Heinz-Albert Heindrichs, Macbeth und Fauré auf dem Programm.

Heinz-Albert Heindrichs studierte Germanistik und Musik- und Kunstwissenschaft an der Universität Bonn so wie Dirigieren und Komposition an der Musikhochschule Köln. Er schrieb „an die 300 Bühnen-, Hörspiel- und auch Filmmusiken, 1957 bis 1961 als Leiter der Schauspielmusik am Essener, ab 1961 am Wuppertaler Theater und dann freischaffend bis 1972. Er war Professor für Musik und Komposition an der Universität Essen. Er verfasst Gedichte „im Widerstand gegen die Vereinahmung im Kulturbetrieb und befasst sich mit Musiktheorie, der Interpretation neuer Musik und Synästhesie.

James Langston Hughes (1. Februar 1902 in Joplin, Missouri, gestorben 22. Mai 1967 in New York) war ein Dichter und US-amerikanischer Schriftsteller der afroamerikanischen Künstlerbewegung Harlem Renaissance. Sein Gedicht „I, Too, Sing America”, wurde zu einer Ikone der Bürgerrechtsbewegung.

Das Kaddish von William Francis Macbeth ist ein jüdisches Gebet für die Toten. Es wird 11 Monate jeder Morgen und Abend durch die Trauernden gesungen, und danach jedes Jahr anläßlich des Sterbetages der Verstorbenen. Die Komposition wurde als ein Andenken an James Clifton Williams, ein beliebter Lehrer von MacBeth, geschrieben. Der "Puls" welcher wie ein roter Faden durch das Stück läuft ist ein Zitat aus Caccia und Choral, eine Komposition von Williams. Dieser fortwährende Puls in das Schagzeug. Es zeigt uns die Überwindung vom Leben zum Tot. Der Beweis das solange jemand in unsere Erinnerung bleibt, er nie wirklich stirbt.

Fauré schrieb Cantique de Jean Racine 1865 im Alter von 20 Jahren. Die Text kommt aus dem Gebetbuch der katholische Kirche. Fauré benutzte eine Übersetzung von dem französischen Dramaturg Jean Racine. Ursprünglich geschrieben für einen vierstimmigen Chor und Orgel. Es ist später in verschieden Bearbeitungen erschienen.

„Lager Schwarzer Weg“ war ein Arbeitslager in Wilhelmshaven, wo zuerst russische Kriegsgefangene und von Januar bis Mai 1945 politische Gefangen aus Holland, die meisten von Groningen, Friesland und Drenthe, hingebracht wurden. In Wilhelmshaven gibt es eine Erinnerungstafel für dieses Arbeitslager. Wir bietet sich eine Zusammenarbeit mit z.B. „Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland / Wilhelmshaven“ und anderen Organisationen an!

In der Vergangenheit wurde über die Zusammenarbeit zwischen der holländischen und deutschen Organisationen schon viel gesprochen. Beide Seiten haben mit Begeisterung die Organisation aufgenommen. Jens Termöhlen organisierte schon zweimal ein erfolgreich internationales Benefizkonzert in Wilhelmshaven. Mitwirkende waren u.a. das „Frisian Symphonic Wind Orchestra“ und Solistin Richetta Manager (Sopran).

Wir versuchen ein Gleichgewicht zwischen eigenen Beiträgen, finanzieller Unterstützung aus Holland + Deutschland sowie anderen Sponsoren herzustellen. Wir erwarten ca. 800 Besucher zu beiden Konzerten. Das Konzert in Wilhelmshaven soll ein Benefizkonzert (freiwillige Spende am Schluss des Konzertes) sein.

Die Einnahmen gehen zu Gunsten der Kath. Kirchengemeinde St. Willehard. In Bolsward (NL) möchten wir das Konzert ohne Eintrittsgeld organisieren. Jedermann soll das Konzert besuchen können. Mittels PR, den sozialen Netzwerken und Crowdfunding werden wir viel Aufmerksamkeit auf das Projekt/Konzert lenken.

Es entstehen keine Kosten für Produktionsleitung und Subventionswerbung. Jantsje Westra und Jens Termöhlen werden dieses Projekt ehrenamtlich organisieren.

Das Project in Bolsward ist möglich gemacht mit Subvention von:

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